DKGA BRITZER WIESEN
Tafel Naturlehrpfad, credit: Thomas Malz

Station 1 – Lebensraum Garten

Lebensraum Garten, credit: Thomas Malz

hier 3 Audiobeispiele mit verschiedenen Sprechern:

Artenreichtum direkt vor der Tür

Ein Garten ist nicht einfach nur ein bisschen Gras und ein paar Blumen – er ist ein echtes Naturwunder!
Wer genau hinschaut, entdeckt hier eine bunte Welt voller Leben: Schmetterlinge, Bienen, Käfer, Vögel, Igel und sogar Eidechsen. Zwischen Wurzeln und Blättern wuselt, summt und flattert es ununterbrochen.

Je abwechslungsreicher ein Garten ist, desto mehr Arten fühlen sich hier wohl. Hecken, Blumen, Laubhaufen oder ein kleiner Teich – sie bieten Futter, Schutz und Brutplätze.
Wusstest du, dass in einem einzigen Quadratmeter Gartenerde mehr als 1.000 verschiedene Tierarten leben können? Ziemlich beeindruckend, oder?

Und das Beste? Du musst gar nicht viel machen! Einfach ein bisschen wild sein lassen – und dein Garten wird zum kleinen Naturparadies.


Garten im Winterschlaf

Garten_im Winterschlaf, credit: Thomas Malz

Wenn im Winter alles grau, still und leer wirkt, ist der Garten keineswegs tot – er schläft nur!

Viele Tiere halten Winterschlaf oder Winterruhe. Igel kuscheln sich in Laubhaufen ein, Frösche graben sich tief in die Erde und sogar Schmetterlinge verstecken sich gut geschützt in Holzritzen oder unter Laub.
Auch Pflanzen fahren runter: Sie speichern ihre Energie in Wurzeln und Samen, um im Frühling neu durchzustarten.

Deshalb: Lasst ruhig ein bisschen Unordnung im Herbst! Laubhaufen, alte Stängel oder liegengelassene Äste sind perfekte Winterquartiere.
So helft ihr vielen Tieren, sicher durch die kalte Zeit zu kommen – und startet gemeinsam in einen lebendigen Frühling!


Gartenvögel – Hungrige Gartenbewohner im Winter

Gartenvögel im Winter, credit: Thomas Malz

Auch im Winter ist der Garten alles andere als leer – zumindest wenn man Ohren und Augen spitzt!
Meisen, Spatzen, Rotkehlchen oder Amseln flattern emsig umher, auf der Suche nach Futter. Aber wenn Schnee liegt oder alles gefroren ist, wird’s für die kleinen Federbälle echt hart.

Deshalb freuen sich Gartenvögel über Futterstellen mit Sonnenblumenkernen, Haferflocken oder speziellen Meisenknödeln. Ganz wichtig: Kein Brot oder Essensreste! Das schadet mehr als es hilft.

Und noch ein Tipp: Wer Hecken, wilde Ecken oder beerentragende Sträucher im Garten hat, bietet Vögeln natürliche Nahrung und Verstecke – ganz ohne Extraaufwand!


Gärtners Freund – Regenwürmer und Hummeln

Gärtners Freund, credit: Thomas Malz

Vielleicht sieht er nicht besonders spektakulär aus, aber der Regenwurm ist ein echter Held im Boden!
Er lockert die Erde, sorgt für frische Luft an den Wurzeln und verwandelt Laub und Pflanzenreste in nährstoffreichen Humus. Ohne ihn wären unsere Gärten ziemlich arm dran!

Und auch Hummeln sind unverzichtbare Helfer: Schon im kühlen Frühling brummen sie los und bestäuben Obstbäume und Blumen. Ohne sie gäbe es viele unserer Lieblingsfrüchte gar nicht.

Also: Wenn du Regenwürmer beim Umgraben findest oder Hummeln über die Wiese brummen siehst – freu dich! Dein Garten lebt und funktioniert richtig gut!


Naturnaher Garten

Naturnaher Garten, credit: Thomas Malz

Naturnaher Garten – Ein Versteck für viele Tiere
Ordnung im Garten ist schön – aber für viele Tiere eher Stress.
Ein bisschen Wildnis tut gut: Eine wilde Hecke, ein Haufen Äste, ein kleiner Teich oder ein nicht perfekt gemähter Rasen bieten Lebensraum für Igel, Kröten, Schmetterlinge und viele andere.

In einem naturnahen Garten finden Tiere Verstecke, Nistplätze und Nahrung. Und das Beste: So ein Garten ist nicht nur nützlich – er ist auch spannend und abwechslungsreich.

Schon eine kleine wilde Ecke reicht oft aus, um richtig viel zu bewirken. Also: Nicht alles perfekt aufräumen – sondern der Natur einfach ein bisschen Platz lassen!


Wildkräuter, nicht nur lästig

Wildkräuter, credit: Thomas Malz

Wildkräuter – Nicht nur lästig, sondern richtig nützlich
Viele nennen sie „Unkraut“, aber eigentlich sind Wildkräuter echte Alleskönner.
Löwenzahn, Brennnessel, Giersch oder Vogelmiere wachsen dort, wo andere Pflanzen vielleicht nicht überleben – und bieten Nahrung für Insekten, Vögel und sogar für uns.

Zum Beispiel: Brennnesseln sind die Kinderstube für Schmetterlinge wie das Tagpfauenauge. Und wer Giersch kennt, weiß, dass er eine vitaminreiche Zutat für Salate und Suppen sein kann.

Wildkräuter bringen Farbe und Vielfalt in den Garten – und sie zeigen: Natur geht auch ohne viel Aufwand. Einfach wachsen lassen, hinschauen – und staunen!

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