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Infotafel Naturlehrpfad, credit: Thomas Malz

Station 2 – Kompost

Kompost, credit: Thomas Malz

Was für uns Küchenabfall ist, ist für die Natur reiner Goldstaub. Kompostieren ist eines der genialsten Systeme, das Mutter Natur erfunden hat – und wir Menschen können super davon lernen.

Kompost entsteht, wenn organische Materialien wie Obstschalen, Laub, Kaffeesatz oder Grasschnitt durch Mikroorganismen, Pilze und kleine Tiere wie Asseln und Regenwürmer zersetzt werden. Dabei entsteht Wärme, und ganz am Ende des Prozesses bleibt fein krümelige, dunkle Erde übrig – der sogenannte Humus.

Humus ist ein Nährstoffwunder. Er verbessert die Bodenstruktur, speichert Wasser, fördert das Bodenleben und liefert genau die Nährstoffe, die Pflanzen zum Wachsen brauchen. Eigentlich ist das wie ein natürlicher Superdünger – ganz ohne Chemie.

Übrigens: Ein gut gepflegter Komposthaufen riecht nicht faulig, sondern angenehm erdig. Und er kann bis zu einem Drittel des Haushaltsmülls einsparen! So wird aus Küchenabfall und Gartenresten etwas richtig Wertvolles. Wer also kompostiert, spart nicht nur Müll – sondern hilft auch dem Klima.

Unser Tipp: Die richtige Mischung aus „Grünem“ (feuchten, stickstoffreichen Materialien wie Gemüsereste) und „Braunem“ (trockenen, kohlenstoffreichen Materialien wie Äste oder Laub) sorgt für die perfekte Balance im Kompost. Wer will, kann das Ganze noch mit etwas Kompost-Starter anschieben – aber die Natur schafft das auch alleine.

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